Friedrich Schoenfelder

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Friedrich Schoenfelder (* 17. Oktober 1916 in Sorau/Niederlausitz) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.


Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Sohn eines Architekten besuchte die Schauspielschule des Preußischen Staatstheaters unter Gustaf Gründgens in Berlin, wo er 1936 auch sein Bühnendebüt gab. Als Neunzigjähriger glänzte er im Dezember 2006 im Renaissance-Theater in Berlin in der Farce Verdammt lang her.

Seit 1948 spielte Schoenfelder zudem Rollen beim Film. Nach einigen großen Hauptrollen war er ab Ende der fünfziger Jahre ein vielbeschäftigter Nebendarsteller.

Seit 1956 arbeitete Schoenfelder zudem umfangreich in der Synchronisation, mit Rollen in mehr als 400 Filmen.

Für viele Fernsehzuschauer ist die Tierfilmserie "Im Reich der wilden Tiere" verbunden mit Friedrich Schoenfelder; in 140 Folgen lieh er dem amerikanischen Moderator Marlin Perkins seine klangvolle Stimme.

Als Erzähler brachte er dem Zuschauer auch das Geschehen in Filmen wie Asterix der Gallier und Der Schuh des [Manitu näher. Daneben ist seine Stimme auch in zahlreichen Hörspielsendungen (HR) und Werbungen zu hören. Schoenfelder moderiert im Deutschlandradio Kultur die Sendung Schoenfelders kleine Jazzmusik, die einmal monatlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Rahmen der Jazznacht ausgestrahlt wird.

Anlässlich seines 80. Geburtstages veröffentlichte er 1996 seine Memoiren Ich war doch immer ich.


Synchronisation

Seit 1956 arbeitete Schoenfelder zudem umfangreich in der Synchronisation. Dabei lieh er seine sonore Stimme z.B.

  • Peter Cushing (u.a. Krieg der Sterne oder Frankensteins Ungeheuer),
  • Alec Guinness (u.a. Kafka oder Die Stunde der Komödianten),
  • James Mason (Jesus von Nazareth),
  • David Niven (häufig, u.a. Casino Royale, Das Superhirn oder Tod auf dem Nil),
  • William Powell (Mordsache: Dünner Mann),
  • Vincent Price (u.a. Die Fliege oder Der grauenvolle Mr. X)
  • David Tomlinson (Mary Poppins oder Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett).


Offenbarung 23

Bei Offenbarung 23 ist er die Stimme der Wahrheit

Filmographie (Auswahl)

  • 1949 Tragödie einer Leidenschaft
  • 1949 Königskinder
  • 1950 Fünf unter Verdacht
  • 1950 Liebe auf Eis
  • 1954 Viktoria und ihr Husar
  • 1956 Von der Liebe besiegt
  • 1958 Der eiserne Gustav
  • 1959 Unser Wunderland bei Nacht
  • 1959 Peter schießt den Vogel ab
  • 1959 Menschen im Hotel
  • 1960 Das kunstseidene Mädchen
  • 1960 Mein Mann, das Wirtschaftswunder
  • 1960 Am grünen Strand der Spree - 4. Teil
  • 1960 Der Rächer
  • 1961 Frau Cheneys Ende
  • 1962 Wilde Wasser
  • 1962 Ich bin auch nur eine Frau
  • 1962 Jeder stirbt für sich allein
  • 1963 Die weiße Spinne
  • 1963 Der schwarze Abt
  • 1964 Das Wirtshaus von Dartmoor
  • 1966 Lange Beine, lange Finger
  • 1967 Der Tod läuft hinterher (TV-Dreiteiler)
  • 1969 Heintje - Einmal wird die Sonne wieder scheinen
  • 1970 Unsere Pauker gehen in die Luft
  • 1970 Die Herren mit der weißen Weste
  • 1970 Was ist denn bloß mit Willi los?
  • 1971 Die Tote aus der Themse
  • 1976 Jack the Ripper
  • 1977 Begegnung im Herbst
  • 1979 Der Magier
  • 1986 Die Wicherts von nebenan
  • 1987 Otto – Der neue Film
  • 1987 Mrs. Harris fährt nach Moskau
  • 1988 Justitias kleine Fische
  • 2001 Der Schuh des Manitu (Nur Stimme)
  • 2002 Edgar Wallace – Schloss des Grauens
  • 2004 Tatort - Herzversagen
  • 2004 Die Reise ins Glück
  • 2005 Das unreine Mal
  • 2006 Cars (Nur Stimme)
  • 2007 In aller Freundschaft


Auszeichnungen

  • 2006 - Deutscher Synchronpreis für herausragendes Gesamtschaffen


Autobiografie

  • Ich war doch immer ich. Lebenserinnerungen. Das Neue Berlin, Berlin 1996, ISBN 3-359-00841-3


Weblinks

Hörprobe

    
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