Die Fee Morgana
Aus Offenbarung 23 - wikiBeta
Nach einer bretonischen Sage war die Fee Morgana die zauberkundige Stiefschwester von König Artus. Sie herrschte in den Tiefen des Meeres vor der Küste Siziliens in einem Kristallpalast.
An manchen Tagen aber verließ sie mit ihren Begleiterinnen den Palast, um in hundertfachen Spiegelgestalten über den Wellen ihre Macht und Magie zu entfalten und den Menschen die Sinne zu verwirren. Daher wurde dieser Begriff auch für verwirrende Luftspiegelungen übernommen.
Die Sprachwissenschaft führt das Wort Fee auf das lateinische Wort "fatum" zurück, das soviel wie "Schicksal" oder "Verhängnis" bedeutet. Auch mit "Weissagung" kann es übersetzt werden. Dieses Wort gaben die Römer höheren weiblichen Wesen, die sich um das Schicksal der Menschen kümmerten, die Zukunft voraussehen und somit weissagen konnten.
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Fata Morgana
Eine Fata Morgana oder Luftspiegelung ist ein durch Ablenkung des Lichtes an unterschiedlich warmen Luftschichten verursachter optischer Effekt. Im Gegensatz zu einer optischen Täuschung basiert die Fata Morgana auf dem Fermatschen Prinzip.
Etymologie
Der Name Fata Morgana stammt aus Italien. Ein derartiges Phänomen wurde gelegentlich über der Straße von Messina zwischen dem italienischen Festland und Sizilien beobachtet. Der Volksmund nannte es Fata Morgana (Fee Morgana), nach einer Figur in der Artussage. Dort ist Morgana (weitaus richtiger überliefert als in späteren Erzählungen) die Halbschwester König Artus'. Deutlich wird seine einstige Relevanz in einem 1163 n. Chr. (zur Zeit der Normannenherrschaft) erstellten Bodenmosaik in der Kathedrale des apulischen Otranto, wo die Inschrift ihn als „Rex Artus“ kennzeichnet. Er reitet einen Ziegenbock und ist neben dem Bild vom Sündenfall platziert. Unmissverständlich ist der Ursprung des erst von den Dichtern des Spätmittelalters christianisierten und zum Herrscher erklärten Artus, der eine keltische Götterfigur gewesen sein dürfte. Morgane bewohnt das Andersland oder Schattenreich und beherbergt dort Artus. Der von den cornischen oder walisischen Kelten stammende Artusmythos wiederum gelangte entweder mit den Normannen nach Sizilien oder während der Kreuzzüge nach Süditalien. Diese verbreiteten die Sage in Unteritalien und auf dem Weg nach Palästina.
Die Figur der Fee Morgana ist also älter als die mittelalterliche Artussage, sie stammt aus der keltischen Mythologie. Die alten Iren sahen in den vergleichsweise häufigen Luftspiegelungen über dem Meer gläserne Paläste, in denen ihre Götter wohnten. Morgana bewohnte die Insel Avalon, die später für die damals sehr christlichen Menschen als Schatten- oder Feenreich bezeichnet wurde, da man nicht mehr an die Sage glaubte, Avalon habe es wirklich gegeben.
Der Name Morgana ist wahrscheinlich abgeleitet aus dem griechischen margarites = Perle und dem arabischen margan = Koralle.
Weblinks
- http://www.tk-logo.de/aktuelles/thema-der-woche-05/tewo-3kw-05-feen.html
- http://de.wikipedia.org/wiki/Fata_Morgana
Siehe auch
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