Castor und Pollux (Dioskuren)

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Unter den Dioskuren (altgriechisch Διόσκουροι – Dios kouroi, Söhne des Zeus) versteht man in der griechischen Mythologie die Halb- und Zwillingsbrüder Kastor und Polydeukes. Häufig werden sie mit ihren lateinisch Namen Castor und Pollux genannt, die auch ein helles Sternpaar am Winterhimmel sind.

Inhaltsverzeichnis

Einzelheiten

Polydeukes war der Sohn von Leda und Zeus, der ihr in Gestalt eines Schwans erschien. Über Kastors Abstammung herrschte unter den Griechen keine Einigkeit. Für die einen galt er als der Sohn der Leda und deren Gatten Tyndareos und wurde in der selben Nacht wie Polydeukes gezeugt. Da sie in der gleichen Nacht empfangen wurden sind sie Zwillinge und unzertrennlich. Allerdings war Polydeukes als Zeus' Sohn ein Halbgott, Kastor aber ein Sterblicher.

Oft werden jedoch beide ihrem Namen entsprechend als Söhne des Zeus bezeichnet, die beide unsterblich gewesen seien und mit Helena, ihrer Schwester und ebenfalls einer Tochter des Zeus, aus einem Ei oder als Brüderpaar aus einem zweiten Ei gesprungen seien. Sie gelten als der Stolz Spartas.

Als Sternbild hatten sie besondere Beziehungen zur Seefahrt und waren dort helfende Gottheiten, die man in Seenot anrief. Der Dioskurenkult verbreitete sich zunächst über die ganze Peloponnes und über das hellenistische Kleinasien, auf Samothrake (vor den Dardanellen) hatten sie ein bedeutendes Heiligtum. Auch in der etruskischen Mythologie spielten sie eine wichtige Rolle.

In Rom, wo sie der Sage nach bei der Schlacht am Regillus lacus (um 500 v. Chr.) auf Seiten der Römer gegen die Latiner eingriffen, bestand ein ausgeprägter Dioskurenkult. Auf dem Forum Romanum fand sich ein Tempel der Dioskuren.

Die deutsche Redensart zur Bezeichnung eines unverbrüchlichen Freundespaars wie Castor und Pollux hielt sich bis ins 20. Jahrhundert.

Castor / Kastor

Kastor ist in der griechischen Mythologie einer der Dioskuren, zusammen mit seinem Zwillings- und Halb-Bruder Polydeukes (römisch Pollux). Sie gelten als unzertrennliches Brüderpaar. Beide waren beim Argonautenzug dabei.

Über Kastors Abstammung herrscht keine Einigkeit. Für die einen galt er als der Sohn der Leda und deren Gatten Tyndareos, und wurde in der selben Nacht wie Polydeukes gezeugt. Er war deshalb der Sterbliche von beiden. Für die anderen war er wie sein Bruder ebenfalls ein Sohn des Zeus. Töchter der Leda waren auch Helena, Klytämnestra, Timandra, Philonoe und Phoibe. Diese waren somit zumindest Halbschwestern des Kastor - falls Helena von Leda nicht einfach aufgezogen wurde. Mit Hilaeira, der Tochter seines Onkels Leukippos von Messenien, zeugte Kastor den Anogon.

Pollux / Polydeukes

Polydeukes ist nach der griechischen Mythologie einer der beiden Dioskuren (der andere ist Kastor). Nach der etruskischen Mythologie war sein Name Pultuke, nach der römischen Pollux.

Kastor und Polydeukes waren Kinder des Zeus und der Leda. Nach einer anderen Sage waren sie die Kinder der Leda und des Spartanerkönigs Tyndareos. Daher werden sie abweichend von Dioskuren auch Tyndariden genannt. Die dritte Überlieferung nennt Kastor als sterblichen Sohn des Tyndareos, während Polydeukes der unsterbliche Sohn des Zeus gewesen sein soll. Nach dieser Überlieferung waren Helena und Klytaimnestra Schwestern des Polydeukes.

Er war Faustkämpfer und nahm wie sein Bruder an der Fahrt des Iason und der Argonauten auf Suche nach dem Goldenen Vlies teil. Sie begleiteten Herakles auf dem Weg zu den Amazonen. Das Ende der Dioskuren wurde durch einen von Kastor vom Zaune gebrochenen Streit mit seinem Cousin Idas eingeleitet. Idas erschlug den (sterblichen) Kastor, daraufhin tötete Polydeukes Idas' Bruder Lynkeus. Zeus griff ein, indem er Idas mit einem Blitz vernichtete. Die beiden Zwillinge sollten fortan auf Erlaubnis des Zeus einen Tag gemeinsam im Olymp, einen Tag im Hades verbringen.

Der Dioskurenkult (siehe auch dort) war beliebt, vor allem bei Seefahrern. Zunächst verbreitete er sich über die ganze Peloponnes und über das hellenistische Kleinasien, auf Samothrake hatten sie ein bedeutendes Heiligtum.

Auch in Rom, wo sie der Sage nach bei der Schlacht am Regillus lacus (um 500 v. Chr.) auf Seiten der Römer gegen die Latiner eingriffen, bestand ein ausgeprägter Dioskurenkult (des Kastor) und Pollux. Auf dem Forum Romanum fand sich ein Tempel der Dioskuren.

Die deutsche Redensart zur Bezeichnung eines unverbrüchlichen Freundespaars wie Castor und Pollux hielt sich bis ins 21. Jahrhundert.

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Polydeukes“


Weblinks


Siehe auch


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