Bunte Kuh
Aus Offenbarung 23 - wikiBeta
Die Bunte Kuh war eine vermutlich in Flandern gebaute Hansekogge, die als größtes Schiff der hansischen Flotte im Jahre 1401 den Angriff auf den Seeräuber Klaus Störtebeker führte.
Der aus Flandern nach Hamburg gezogene Kaufmann Simon von Utrecht stellte der Hansestadt die damals große und moderne Kogge zur Verfügung und wurde dafür als Admiral in die Bürgerschaft aufgenommen. Die Bunte Kuh sollte vor allem den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen schützen.
Ab dem Jahr 1400 diente sie der Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels, die mit mehreren Schiffen den Seehandel in der Nordsee bedrohten. Auf diesen Fahrten wurde die Bunte Kuh von Hermann Nienkerken kommandiert (und nicht, wie in der Legende oft dargestellt, vom Eigner Simon von Utrecht selbst). Die Bunte Kuh wurde begleitet von einer Flotte bewaffneter Kauffahrteischiffe, Fredekoggen genannt, die von den Hamburger Ratsherren Schocke und Langhe geführt wurden. Störtebeker konnte schließlich vor Helgoland gestellt werden. Die Seeräuber wurden besiegt und auf der Bunten Kuh nach Hamburg transportiert, wo Störtebeker und andere 1401 auf dem Grasbrook vor den Toren der Stadt enthauptet wurden.
Ein Modell der Bunten Kuh hängt heute im Hamburger Ratskeller. In Lübeck, der damaligen „Königin der Hanse“, gibt es zur Erinnerung einen Stadtteil mit dem Namen Buntekuh.
MS Bunte Kuh
In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts gab es ein Seebäderschiff namens „Bunte Kuh“, das Touristen von Cuxhaven nach Helgoland brachte. 1957 lief es bei der Norderwerft in Hamburg als Schwesterschiff der MS Wappen von Hamburg vom Stapel und war bis 1963 im Einsatz. Danach wurde es als „Stella Polaris“ nach Griechenland verkauft. Sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt.
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Siehe auch
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