Andreas Sigismund Marggraf

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Andreas Sigismund Marggraf (* 3. März 1709 in Berlin; † 7. August 1782 in Berlin) war ein deutscher Chemiker. Er gilt als letzter bedeutender Chemiker der Ära der Phlogistontheorie und entdeckte den Zuckergehalt heimischer Pflanzen.

Leben

Sein Vater, der königliche Hofapotheker Henning Christian Marggraf, unterrichtete den Jugendlichen in Pharmazie und Chemie. Später war er als Student der Chemie Schüler von Professor Caspar Neumann, dem Leiter der Klasse praktische (pharmazeutische) Chemie am Collegium medico-chirurgicum in Berlin. Neumann, ein Schüler Stahl's, führte Marggraf in die Phlogistontheorie ein, die sein chemisches Denken sein Leben lang bestimmen sollte. Zur Vertiefung seiner Kenntnisse studierte Marggraf in Straßburg Chemie und Physik, in Halle Medizin und in Freiberg (Sachsen) Metallurgie. Bevor er 1735 nach Berlin zurückkehrte, besuchte er zwecks Vertiefung seiner Kenntnisse einige Hütten- und Bergwerksorte.

Wieder in Berlin, arbeitete Marggraf bis 1738 in der väterlichen Apotheke Zum goldenen Bären, bevor er noch im gleichen Jahr besoldetes Mitglied der Akademie der Wissenschaften wurde. Ab 1754 konnte er sich ganz auf seine chemische Forschungen konzentrieren, da ihm von der Akademie ein Laboratorium und eine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt wurde. Aufgrund seiner Entdeckung des Zuckers in der Runkelrübe (1747) wurde er nach dem Tode des bisherigen Direktors Eller 1760 Direktor der Physikalisch-Mathematischen Klasse der Königlichen Akademie der Wissenschaften. Eine Dienststellung, die er bis zu seinem Tod 1782 inne hatte.

Sein Laboratorium und seine Dienstwohnung wurden von seinem Nachfolger der Physikalischen-Mathematischen Klasse Franz Carl Achard übernommen.

Marggraf hielt sich den aktuellen Zeitfragen der Chemie fern und widmete sich meist seinen analytischen Untersuchungen im Labor, ein Verhalten, das ihm gepaart mit seinen Untersuchungserfolgen viel Anerkennung eintrug.

Zu seinen Schülern gehörte auch Martin Heinrich Klaproth.


Weblinks


Siehe auch

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